Glasspiegel
Wenn es klein bleibt, fest hängt und niemand dagegen läuft. Über dem Waschbecken ist Glas günstig und robust.


Technik und Vergleich
Ein Folienspiegel ist ein Spiegel ohne Glas. Eine dünne, spiegelnde Folie wird über einen Rahmen gespannt, bis sie plan ist wie eine Scheibe. Er wiegt rund 2 kg/m², splittert nicht und zeigt nur ein Spiegelbild statt zwei.

Aufbau
Zusammen 0,04 mm Folie, gespannt auf ein selbsttragendes Aluminiumprofil. Tippe auf eine Lage.
Gespannt wird im patentierten Verfahren auf Spezialmaschinen. Erst dabei wird die Folie spiegelnd plan. Deshalb kommt jeder elamirror® fertig bespannt und lässt sich nicht zuschneiden.
Physik
Beim Glasspiegel sitzt die Spiegelschicht hinter der Scheibe. Das Licht muss erst hinein, wird gebrochen, hinten reflektiert und auf dem Rückweg noch einmal gebrochen. Einen Teil wirft schon die Glasoberfläche zurück. Zwei Reflexionen, leicht versetzt: das Doppelbild.
Beim Folienspiegel liegt keine Scheibe vor der Spiegelschicht. Ein Weg, ein Bild. Und schräg schaut jeder in einen großen Spiegel: im Flur im Vorbeigehen, im Studio von der Bank.
Physikalische Richtwerte für Floatglas mit Brechzahl 1,52 und 45° Blickwinkel. Sie gelten für jeden rückseitig beschichteten Glasspiegel.
Vergleich
Fünf Arten, einen Spiegel zu bauen. Grün markiert, wo eine Bauart klar vorn liegt.
| Eigenschaft | elamirror® | Spiegelglas | Sicherheitsglas | Acryl | Klebefolie |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewicht | rund 2 kg/m² | rund 15 kg/m² | rund 20 kg/m² | rund 3,5 kg/m² | kaum Gewicht, die Wand trägt |
| Bruch | splittert nicht | bricht in Scherben | bricht, hält zusammen | bruchfest | kann nicht brechen |
| Spiegelbild | ein Bild, kein Versatz | Doppelbild durch die Scheibe | Doppelbild durch die Scheibe | wellig auf großer Fläche | zeigt jede Unebenheit |
| Krumme Wand | Rahmen bestimmt die Ebene | schon 3 mm verzerren | schon 3 mm verzerren | wellt sich von selbst | folgt der Wand |
| Montage | eine Person | zwei Personen, Sauger | zwei Personen, Sauger | leicht, viele Klebepunkte | kleben, blasenfrei schwierig |
| Große Fläche | bis 3 m am Stück | möglich, sehr schwer | möglich, sehr schwer | wellt sich mit der Größe | Bahnen mit Stößen |
| Kratzer | kratzfeste Deckschicht | sehr robust | sehr robust | sehr empfindlich | empfindlich |
| Reinigung | Glasreiniger, kein Scheuermittel | verträgt alles | verträgt alles | kratzt beim Putzen | nur sehr vorsichtig |
Vergleichswerte sind marktübliche Richtwerte: Spiegelglas 6 mm, Verbundsicherheitsglas 8 mm, Acryl 3 mm, selbstklebende Spiegelfolie auf Putz.
Spiegelfolie an der Wand
Spiegelfolie zum Kleben liegt direkt auf der Wand. Und kaum ein Putz ist auf zwei Meter Breite wirklich plan. Jede Delle, jede Spachtelkante, jedes Sandkorn zeichnet sich ab, das Spiegelbild wird zum Zerrspiegel.
Beim Folienspiegel ist dieselbe Idee zu Ende gedacht: Die Folie liegt nicht auf der Wand, sondern auf einem Rahmen. Der Rahmen bestimmt die Ebene, nicht der Putz dahinter.
Klebefolie hat ihren Platz, auf Möbelfronten und glatten Flächen. Für einen Wandspiegel, in dem du dich ganz siehst, reicht sie selten.
Draufsicht von oben, du stehst unten
Welcher Spiegel wofür
Wenn es klein bleibt, fest hängt und niemand dagegen läuft. Über dem Waschbecken ist Glas günstig und robust.
Für kleine Flächen, Kinderspielzeug und Bastelprojekte. Ab Wandgröße wird das Bild wellig.
Für Möbelfronten und Deko auf glatten Flächen. Als Wandspiegel zeigt sie jede Delle im Putz.
Für große Flächen, Kinderzimmer, Homegym, Studio, Mietwohnung und Decke. Überall, wo Glas zu schwer oder zu gefährlich ist.
Folienspiegel findenKurz gefragt
Ein Spiegel ohne Glas. Eine dünne, spiegelnde Folie wird über einen Rahmen gespannt, bis sie plan ist wie eine Scheibe. Das Ergebnis wiegt rund 2 kg/m² und splittert nicht.
Ja. Weil keine Scheibe vor der Spiegelschicht liegt, entsteht nur ein Bild statt eines leicht versetzten Doppelbilds. Voraussetzung ist, dass die Folie gleichmäßig gespannt ist.
Er splittert nie. Bei einem normalen Aufprall passiert nichts, bei roher Gewalt kann die Folie reißen. Scherben entstehen dabei keine.
Klebefolie liegt direkt auf der Wand und zeigt jede Unebenheit, das Bild wird wellig. Beim Folienspiegel ist die Folie auf einem Rahmen gespannt, der Rahmen bestimmt die Ebene, nicht der Putz.
Acryl ist leicht und bruchfest, wellt sich aber auf großen Flächen und verkratzt leicht. Für kleine Flächen funktioniert Acryl, für Spiegelwände eher nicht.